
Die Tour Ginkgo fährt zugunsten schwerstkranker Kinder und ihrer Familien im Juli 2025 durch den Ostalbkreis und den Rems-Murr-Kreis.
Aalen/Waiblingen. Die Tour Ginkgo fährt vom 3. bis 5. Juli 2025 durch den Ostalbkreis und den Rems-Murr-Kreis. Spendenempfänger in diesem Jahr sind die Vereine „Bunter Kreis“ in beiden Landkreisen. Organisatorin Christiane Eichenhofer erzählt vom Stand der Dinge und wie man mitmachen kann.
Die Tour Ginkgo ist ein Spenden-Event, das Christiane Eichenhofer mit Hilfe ihrer gleichnamigen Stiftung vor über 30 Jahren gegründet hat. Für dieses Engagement wurde die Waldhäuserin bereits mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Mit den Spenden unterstützt die Tour den jeweiligen Verein „Bunter Kreis“ vor
Ort, aber auch andere Institutionen wie das Olgäle in Stuttgart oder RehaEinrichtungen für Kinder. Diese Summe kann 100.000 Euro oder aber auch bis zu 300.000 Euro betragen: „Damit tragen wir beträchtlich dazu bei, die Arbeit des Bunten Kreises zu ermöglichen.“ Was ist der Bunte Kreis?
Der Verein unterstützt Familien mit schwerstkranken Kindern oder mit Frühgeborenen bei der Nachsorge zu Hause. Diese Familien stehen nach einem Klinikaufenthalt häufig vor der Herausforderung, eine besondere und intensive Betreuung organisieren zu müssen.
Arzt- und Therapietermine, Behördengänge und die häusliche Pflege können sie an ihre Grenzen bringen – oft mit der Folge, dass ihr Weg direkt wieder zurück ins Krankenhaus führt. Hier hilft der Bunte Kreis mit seinem
Nachsorgeteam. Sowohl im Ostalbkreis als auch im Rems-Murr-Kreis gibt es Bunte Kreise.
Christiane Eichenhofer rührt monatelang vor dem Radel-Wochenende die
Werbetrommel in einem bestimmten räumlichen Gebiet – in 2025 im
Ostalbkreis und dem Rems-Murr-Kreis. „Normalerweise sind wir in einem gut 80 Kilometer großen Radius rund um Stuttgart unterwegs“, erzählt die 60-Jährige.
Sie stellt Kontakt zu Firmen her, aber auch zu Gemeinden, Kindergärten, Vereinen und Schulen.
„Wer mitmachen möchte, organisiert eine Aktion, um Geld zu sammeln.“ Also etwa einen Spendenlauf oder auch den Verkauf von Selbstgebackenem, Gebasteltem oder eben von Ginkgo-Bäumen, nach denen Christiane
Eichenhofer die Tour benannt hat. „Ein Kindergarten hat mal einen
Hampelmann-Spendenmarathon veranstaltet“, erzählt sie lächelnd.
Was an Geld zusammen kommt, wird dann auf der Tour eingesammelt, auf höchst sichtbare Art und Weise. Immerhin radelt ein ganzer Tross in hellgelben Shirts durch die Ortschaften und hält bei den unterschiedlichen Spendern.
„Allerdings sammeln wir das ganze Jahr 2025 für den genannten Zweck“, ergänzt Eichenhofer. Wer also später im Jahr noch eine Spenden-Idee hat, sei herzlich willkommen. Überhaupt unterstütze ihre Stiftung jede und jeden bei
Planung und Umsetzung – „bitte einfach bei uns melden“.
Während der Remstal-Gartenschau 2019 fuhr die Tour durchs Remstal. Dabei gab es stets ein großes Hallo in den Gemeinden, oft mit Bewirtung, singenden Kindern oder Luftballons, die öffentlichkeitswirksam in die Luft stiegen.
„Sichtbarkeit ist wichtig für uns“, betont Eichenhofer, „damit die Menschen wissen, dass es uns gibt“. Aber auch für die Menschen, die sich bei der Tour dauerhaft einbringen. „Viele Radler sind regelmäßig dabei.“
Die Strecke für dieses Jahr steht, erzählt die Organisatorin, jetzt stehe nur noch der Feinschliff an. Weitere Informationen werden in Kürze bekannt gemacht. Christiane Eichenhofer freut sich außerdem sehr über laufende oder anstehende Aktionen. Eine Auswahl:
„Was Kinder brauchen“. Der Eintritt kostet zehn Euro, alle Einnahmen werden gespendet.
Weitere Informationen gibt es online unter www.tour-ginkgo.de.